Unsere Rede am Frauen*kampftag 2020

Überall auf Welt gehen wir Frauen* heute auf die Straße um für unsere Rechte einzustehen. In unserem Kampf hören wir immer wieder dieselben Phrasen: „Gleichberechtigung existiert doch!“ „Ihr seid doch schon befreit“ oder „Ihr wollt die Männer unterdrücken“. Es wurde schon einiges erkämpft. Aber von Gleichberechtigung sind wir noch weit entfernt. Immer noch werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Immer noch erfahren Frauen* sexualisierte Gewalt. Immer noch wird Reproduktionsarbeit vor allem von Frauen* geleistet und ist unbezahlt. Immer noch leben wir im Patriarchat. Und immer noch müssen wir unsere bereits erkämpften Rechte verteidigen. Diese konstante Unterdrückung der Frau* ist strukturell bedingt. Eine Struktur, die wir nur mit dem Sturz des Systems aufbrechen werden. In einem kapitalistischen System kann es keine Befreiung der Frau* geben.

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Gegen leere Versprechen – Kein Raum für rechte Propaganda unter dem Deckmantel von „Fridays gegen Altersarmut“

Mit einiger Verspätung ein kurzer Bericht zur Kundgebung von ”Fridays gegen Altersarmut” vom 24.01.2020:

Es war bereits vorher bekannt, dass viele Admins der ”Fridays gegen Altersarmut”-Gruppen Rechte sind, die das Thema Altersarmut nur als Mittel nutzen wollten, um eine rechte Massenbewegung zu initiieren.

Wir haben auf der Kundgebung Flyer verteilt, um den Teilnehmer_innen die tatsächlich wegen der Problematik Altersarmut auf die Straße gingen, zu verdeutlichen, dass soziale Kämpfe nur gegen die Rechte und nicht mit ihr geführt werden können.

Der Flyertext:

Gegen leere Versprechen – Kein Raum für rechte Propaganda
unter dem Deckmantel von „Fridays gegen Altersarmut“

Altersarmut ist ein ernsthaftes Problem in Deutschland. Aktuell sind
zirka 19,5 Prozent aller Renter_innenhaushalte betroffen. Das
entspricht jede_r fünften Rentner_in. Eine Besserung ist nicht in
Sicht. Die Anzahl der Personen, die von Altersarmut gefährdet sind,
wird über die Jahre hinweg weiter ansteigen.

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Kein Fußbreit den Faschisten in Obergiesing

Nachdem Faschisten vom III. Weg eine Vergewaltigung im Münchner Stadtteil Obergiesing-Fasangarten zu instrumentalisieren versuchten, haben wir uns wenige Tage später aufgemacht, um selbst mit Leuten aus dem Viertel ins Gespräch zu kommen. Dabei haben wir Flyer mit folgendem Text im Viertel verteilt:

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Kein Fußbreit den Faschisten

Am Dienstag, den 25. Juni 2019, wurde in Obergiesing ein 11-jähriges Mädchen vergewaltigt. Die Nazi-Partei „Der III. Weg“ nutzte diesen Vorfall für ihre Propaganda. Sie marschierten hier durchs Viertel und verteilten Flyer.

Die systematische Gewalt gegen Frauen und Kinder muss immer und überall thematisiert und bekämpft werden. Die Faschisten nutzen dieses Thema jedoch nur zur Instrumentalisierung der Diskussion auf dem Rücken der Betroffenen.

Wer ist der III. Weg? Continue reading