Nachbericht Demo gegen das AfD Schiedsgericht 15.11.2025

Nachbericht 15.11.
Wir waren heute zusammen mit rund 300 Anwohner:innen und Antifaschist:innen in Obersendling
auf der Straße um uns gegen die Tagung der „AfD“-Schiedsgerichte im Grand Hotel Palladium zur
Wehr zu setzen.
Die Auftaktkundgebung startete mit einer kraftvollen Rede des offenen Frauentreffens, welche die
reaktionäre Frauenpolitik der „AfD“, von traditionellen Frauenbildern bis hin zur Kriminalisierung
von Abtreibungen, aufzeigte und verurteilte.
Darauf folgte unsere Rede welche das Erstarken rechter Kräfte, wie der „AfD“, und die Reaktionen
darauf in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext setzte und sich kritisch mit dem Widerstand
dagegen auseinandersetzte. Klar wurde dabei, dass Antifaschismus nicht lediglich
„Feuerlöscherpolitik“ umfassen darf, sondern konkret die Missstände welche zu dem Erstarken
rechter Kräfte führen angreifen muss.
Heute heißt das in erster Linie auf verschiedenen Ebenen wie in Nachbarschaften, Betrieben,
Schulen und Gewerkschaften eine wehrhafte Gegenbewegung aufzubauen und entgegen
vermeintlicher rechter Krisenlösungen eine linke, fortschrittliche Perspektive aufzuzeigen.
Daraufhin zogen wir lautstark und kämpferisch durch die Nachbarschaft. Durch Flyeraktionen und
kontaktieren örtlicher Nachbarschaftstreffs in den vorherigen Tagen wusste die Nachbarschaft
bereits im Vorhinein von der Tagung der „AfD“. So schlossen sich uns einige Anwohner:innen
unserer Demo an oder zeigten ihre Unterstützung von Balkonen und Fenstern.
Auffällig war entgegen dem gutgelaunten und entspannten Auftreten der Demo das massive
Polizeiaufgebot. So wurden wir bereits am Bahnsteig von mehreren USKlern empfangen und von
Beginn an abfotografiert. Dass die Bullen sich an diesem Tag allerdings nicht nur mit Fotos
zufrieden geben würden zeigte sich später auch noch.
Vor dem Hotel angekommen begrüßten uns auch hier zahlreiche Bullen sowie rechte Streamer.
Davon unbeeindruckt führten wir unsere Kundgebung durch. So zeigte Palästina Spricht in ihrer
Rede eine migrantische Perspektive auf das Erstarken rechter Kräfte auf und betonte, dass sich
Antifaschismus nicht bloß gegen rechte Parteien richten darf, sondern sich stets gegen jede
faschistische Regierung stellen muss.
Bei der letzten Rede äußerte sich Queer Resistance zu der Auslöschung queerer Existenzen in einem
sich faschisierenden Staat. Dort wurde klar das es sich dabei nicht nur um eine marginale
Verschlechterung der Verhältnisse gehe sondern Identitäten strukturell unterdrückt und verdrängt
werden.
Nachdem wir geschlossen zur U-Bahn weiterzogen und dort unsere Versammlung beendeten, ließen
es sich die Bullen nicht nehmen eine Person am Bahnsteig ungeachtet der Gefahr durch einfahrende
Züge festzunehmen. Nach zahlreicher Solidarisierung konnten wir dennoch nach wenigen Minuten
geschlossen und ohne weitere Festnahmen den Heimweg antreten.
Insgesamt blicken wir auf einen erfolgreichen Tag zurück, so blieb unsere Mobilisierung nicht bloß
bei einem reinen Szenetreffen, sondern konnte in Teilen auf großen Zuspruch in der Nachbarschaft
treffen. Trotz dessen darf es nicht bei einer einmaligen Mobilisierung bleiben, denn
antifaschistischer Kampf muss langfristig und nachhaltig stattfinden!
Antifaschistisch kämpfen- 365 Tage im Jahr

Demonstration und Kundgebung gegen die „Schwabinger Gespräche“ der faschistischen Burschenschaft „Danubia“

Am Wochenende vom 24. bis zum 26.10.2025 fanden in München in der Burschenschaft „Danubia“ die sogenannten „Schwabinger Gespräche“ statt.
Hier treffen sich verschiedene Akteure der Rechten und faschistischen Szene, um sich zu vernetzen und zu bilden.
Dies haben wir nicht einfach stattfinden lassen.
am Freitag zogen wir gemeinsam mit über 300 weiteren Antifaschist:innen als kämpferische Demonstration vor die „Danubia“ und machten einen starken Gegenprotest. AM Samstag nahmen wir uns vor der „Danubia“ nocheinmal die Straße, um mit einem Infostand die Nachbarschaft zu informieren. Hier hatten wir viele gute Gespräche. Es kam klar raus, dass weder die „Danubia“ ansich, noch ihre faschistische Ideologie und Taten erwünscht sind.

Anbei findet ihr unsere Rede:

Liebe Genoss:innen, Liebe Freund:innen, Liebe Antifaschist:innen, Liebe  Passant:innen,

wir sind heute gemeinsam auf der Straße, um gegen das faschistische Treffen, welches dieses Wochenende direkt hier – im Herzen von Schwabing – in der Burschenschaft „Danubia“ stattfindet, zu protestieren. – Und um auf die faschistische Gefahr, die von ihr ausgeht, aufmerksam zu machen. 

Die „Danubia“ ist kein neues Problem in München – durch ihre Immobilie und ihre Historie ist sie in der Stadt verankert. Von ihr geht stets eine faschistische Gefahr aus. 

Aus ihrer Ideologie machen Mitglieder der “Danubia” keinen Geheimnis:

– Lobgesänge auf die Freikorps

– Beteiligung an den faschistischen „Remigrationsdemos“ der “Identitären Bewegung”  in Wien

–  Banneraktionen wie der, während der Großdemo gegen Rechts 2024, bei welcher die “Danuben”- während mehrere hundert tausend Menschen gegen Rechts auf die Straße gingen – ein Transparent mit der Aufschrift: „Viel Feind, Viel Ehr – Ehre, Freiheit, Vaterland!“ an ihrem Haus hängten

– ODER auch der erst letztens kläglich gescheiterete Aktion gemeinsam mit der “Identitären Bewegung” Wiesn-Gänger:innen zu instrumentalisieren, um ihre faschistische Propaganda zur Show zu stellen.

Ihr Mitwirken auf dem „Potsdamer Treffen“ im November 2023 – auf dem gemeinsam mit „Identitärer Bewegung“, „AfD“ und „Werte Union“ die Deportation von Menschen mit Migrationshintergrund geplant wurde, war demnach weder verwunderlich noch überraschend. 

Es zeigt aber ganz klar: 

Sie wollen aus ihrer rechten Gesinnug Taten folgen lassen. Taten, deren Mittel nicht rein proagandistisch, sondern voller Gewalt sind. 

Ihr Ziel ist es einen autoritären Staat aufzubauen, der auf Rassismus, Antisemitismus und Sexismus fußt und stets Partei für die elitäre Klassengesellschaft, gepaart mit autoritärer Staatsform ergreift. 

Damit sind sie nicht alleine: 

Burschenschaften, wie die Danubia, aber auch die Cimbria, Allemannja – und wie sie alle heissen mögen –  sind Teil der organisierten Rechten und nehmen eine für sie wertvolle Rolle in ihrem Mosaik ein.

Das zeigt allein schon die Geschichte: 

Als Ende der 1920er Jahre Anfang der 1930er Jahre die NSDAP genau diese Werte umsetzen wollte, unterstützten die Deutschen Burschenschaften schon früh das politischen Projekt der Nazis. Die Mehrheit der Burschenschaften, sah mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihr politisches Ziel als vollendet.

So verkündete der Dachverband Deutscher Burschenschaften 1933 begeistert: „Was wir seit Jahren ersehnt und erstrebt und wofür wir […] gearbeitet haben, ist Tatsache geworden.“ 

NS- Führungspositionen wie die des Burschenschaftler und SS-Anführers Heinrich Himmler, stehen stellvertretend für eine große Zahl an Burschenschaftlern, die sich an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligten.

Und auch heute sind eben diese Burschenschaften aus eben dem selben Dachverband Rekrutierungsorgan für  Rechte und faschistischen Akteure, wie der “AfD” und der “Identitären Bewegung”

Im Schutz der eigenen Imobilie von Burschenschaften können Schulungen, Vorträge und Vernetzungen, wie z.B. die –  dieses Wochenende stattfindenden –  “Schwabinger Gespräche”  – von der Öffentlichkeit abgeschottet – stattfinden, um die menschenfeindlichen Inhalte dann in die Welt hinaus zu tragen. 

Das Ende des Studiums beendet die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft nicht. Aktivitas steigen nach ihrem Studium zu „Altherren“ auf. Ihre Verbindungen reichen dann weit in Konzerne und Politik. Sie prägen und durchdringen direkt das gesellschaftliche Leben.

Die Überschneidung von Mitgliedern und Alt-Aktivas von Burschenschaften zu rechten Parteien und faschischer Gruppen ist hoch. 

Die “AFD”-Politiker Benjamin Nolte und Andreas Wolf z.B. sind ehemalige Aktivas und jetzige “Altherren” der “Danubia”. 

Der “Danube” Ludwig Johannis Zeddis tritt offen für die Identitäre Bewegung auf.

Historisch wie Heute: Burschenschaften sind eines der Bindeglieder zwischen parlamentarisch rechter Politik und faschistischer Gewalt auf der Straße. 

2001 versteckte sich der Neo-Nazi Christoph Schulte in ihrem Gebäude, als er wegen versuchten Mordes an einer migrantischen Person gesucht wurde.

Burschenschaften, wie die Danubia, sind brandgefährlich! Für all jene, die nicht in ihr Weltbild passen.  

Als Antifaschist:innen ist es unsere Aufgabe sie zu entlarven,kleinzuhalten und ihnen entgegenzutreten, dort wo sie auftreten und wo es notwendig ist – und das mit allen Mitteln!. So kann es diese Demonstration, ein Vortrag zur Aufklärungsarbeit oder nur ein Gespräch sein, in man Stammtischparolen widerspricht – oder eben auch die direkte Konfrontation!

Wer aber denkt, dass “Danubia, “Identitäre Bewegung”, “AfD” und Co Ursache des Rechtsrucks und der faschistischen Gefahr sind, liegt falsch. Es ist das Ausbeutungsystem, in dem wir leben, deren Verwalter – die herrschende Regierung – in Krisenzeiten darauf setzt, durch Spaltungsmechanismen wie Rassismus und Sexismus, uns – die arbeitende Klasse – kleinzuhalten und daran hindern will uns zu wehren. 

Denn eine Regierung dessen Kanzler sagt: “migrantische Personen stören unser Stadtbild”, hetzt mit Aussagen wie diesen nicht bloß gegen Migrant:innen. Sie lenkt gezielt von den sich immer weiter ausufernden Misständen ab, die sie selbst mit ihrer massiven Aufrüstung, Steuergeschenken an Konzernbosse und Aufrechterhaltung der ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse geschaffen hat. Hetzerische Aussagen wie diese dienen lediglich der Spaltung unserer Klasse und spielen den faschistischen Kräften, von denen sie sich angelich noch so strikt abgrenzen, mit der Stimmungsmache, die sich auf die Gesellschaft abfärbt, in die Karten. 

Um den entgegenzustehen braucht es eine vereinte, fortschrittliche Arbeiter:innenbewegung. Nur sie kann diese Misstände aufbrechen. 

Das eine solche Bewegung nicht im leeren Raum entsteht, sollte uns dabei allerdings immer bewusst bleiben. Es liegt an uns mit allen Ausgebeuteten und Unterdrückten diese Bewegung aufzubauen. 

Denn nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir uns selbst von diesem System und seinen faschistischen Auswüchsen befreien.

Deshalb: Packen wir es an: 

Denn: Hinter dem Faschismus steht das Kapital! Der Kampf un Befreiung ist international!

Gegenkultur am Abend – Vortrag über die neue Jugendorganisation der AfD

Ende November gründet sich die neue Jugendorganisation der AfD, die “Generation Deutschland” unter dem Motto “Zeit für deine Zukunft”. Beim Parteitag in Riesa Anfang des Jahres beschloss die Partei die Trennung von ihrer alten Jugendorganisation, der “Jungen Alternativen”, diese löste sich daraufhin im Frühjahr auf. Im Hinblick auf die anstehenden Ereignisse wollen wir gemeinsam diskutieren welche Rolle die neue Struktur haben könnte und was das für unsere antifaschistische Arbeit bedeutet.
Kommt am 28.10. um 19 Uhr ins Barrio Olga Benario vorbei!

Nächstes Plenum am 11.11.

Unser nächstes Plenum findet am Dienstag, den 11.11.2025 statt. Wir treffen uns im Barrio Olga Benario (Schlierseestraße 21)

Wenn ihr zum ersten mal kommen wollt, seid am besten schon um 18:30 Uhr da, um uns als Antifa-Stammtisch München besser kennen lernen zu können!
Also kommt gerne rum!

Nächstes Plenum am 14.10

Unser nächstes Plenum findet am Dienstag, den 14.10.2025 statt. Wir treffen uns im Barrio Olga Benario (Schlierseestraße 21)

Wenn ihr zum ersten mal kommen wollt, seid am besten schon um 18:30 Uhr da, um uns als Antifa-Stammtisch München besser kennen lernen zu können!
Also kommt gerne rum!

BANNERAKTION DER „IB“ VERHINDERT

Letzten Samstag haben ein paar Faschos der „Identitären Bewegung“ versucht, sich auf der Wiesn zu inszenieren.

Sie haben weiße und blaue Papierbögen verteilt und sich als Mitarbeitende des Radiosenders „Arabella” ausgegeben.

Aber Warum?

Weil sie selbst nur zu gut wissen, dass wenn sie ehrlich mit den Leuten wären, ihr menschenverachtendes Weltbild auf Gegenwehr stoßen würde.

Sie haben also für ein erschummeltes Imagefoto versucht ihr Fascho Banner auszubreiten – wenn es denn geklappt hätte.

Denn bevor der rassistische Slogan überhaupt zu lesen war, haben zwei Antifaschist:innen eingegriffen, sich vor das Banner gestellt und das Ausrollen verhindert. In der direkten Konfrontation sind die Rechten nach wenigen Sekunden schwacher Gegenwehr geflüchtet – und mussten sogar ihr Banner zurücklassen. Was für eine peinlich gescheiterte Aktion.

Das ist nicht alles.

Auch am Schon Mittwoch wollte die „Identitäre Bewegung“ die vermeintliche Terrorwarnung für das Wiesn-Festgelände für ihre rechte Hetze instrumentalisieren und ein Video vor Ort drehen. Hierbei war die Faktenlage selbst ihnen wohl zu erdrückend gewesen, denn bisher blieben sie still.

Manchmal heißt Antifa einfach nur zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. am effektivsten ist Antifaschismus dann, wenn man organisiert und gemeinsam handelt!

Kommt also zum nächsten Antifa Stammtisch Plenum und werdet aktiv!

Rechten Fraiming entgegenwirken!

Die heutigen (01.10.2025) ungeklärten Vorgänge in der Stadt (München) rund um die Gefahr eines möglichen Terroranschlages und die damit einhergehende vorübergehende Sperrung der Wiesn werden absurderweise mit Antifaschismus in Verbindung gebracht.Verschiedene Ereignisse in München werden reißerisch in einen Zusammenhang gesetzt. 

Ein heute morgen veröffentlichtes Schreiben auf der Plattform de.indymedia.org – auf der jede Person anonym Texte veröffentlichen kann – wird von verschiedenen Leitmedien unreflektiert in Verbindung zu antifaschistischer Praxis gesetzt. 

Rechte treiben die Verzerrung an. Nach Trumps Verbot „der Antifa” möchten auch deutsche Rechte auf dem Weg zur autoritären Umgestaltung des Staates den organisierten Antifaschismus beseitigen. 

Wie lange wurde gebraucht, bis die großen Medienhäuser den Rechten Terror beim OEZ-Anschlag benannt haben? Heute findet sich der Antifaschismus in den Schlagzeilen einer absurden Hetzkampagne wieder.

AfD, Bild, Zeit und Co.: Haltet eure Bappn! 

Rechtem Framing entgegenwirken!

Gegenkultur am Abend – Was tun wenn´s brennt? – Vortrag der Roten Hilfe

Was tun wenn’s brennt? Vortrag mit Demotipps und zum Umgang mit Repression.
von der Roten Hilfe

am 30.9. um 19 Uhr im Barrio Olga Benario

Hier erfahrt ihr, welches Verhalten euch auf Demos und Aktionen helfen kann:
Was mitnehmen und was nicht?
Was tun, wenn Leute festgenommen, vorgeladen oder Wohnungen durchsucht werden?
Warum lieber nicht mit der Polizei reden, sondern die Aussage verweigern?

Jede politisch aktive Person muss früher oder später mit Repression wie Festnahmen bei Demonstrationen und Aktionen, ED-Behandlungen oder Hausdurchsuchungen rechnen. Durch den Vortrag könnt ihr euch darauf vorbereiten: Stehen wir zusammen gegen Repression!

Aufklärung über die rassistische Propaganda der faschistischen Partei „III. Weg“ in Neuperlach

Letzten Mittwoch, den 06. August, verteilte der III. Weg in München – Neuperlach nahe der Bushaltestelle „Kafkastraße“ rassistische Flyer in Briefkästen. Wir haben das zum Anlass genommen über die faschistische Partei aufzuklären.

Der beste Schutz gegen faschistische Machenschaften ist die klare Kante gegen Rechts und antifaschistische Organisierung!

In den Slights findet ihr Bilder und den Text, mit welchem wir uns an die Anwohner:innen richteten.

Hier der Text:

Liebe Anwohner:innen, Liebe Nachbar:innen,

vor ein paar Tagen hat die faschistische Partei „Der III. Weg“ hier im Viertel rassistische Flyer verteilt. Wir wollen Sie über die Gruppe und ihre Agenda informieren und vor ihr warnen.

Wer ist der III. Weg?

Die Partei wurde Ende 2013 in Heidelberg von Teilen der „NPD“ und Nazis aus dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“ gegründet. Sie fungiert als Auffangbecken und Nachfolgeorganisation für verbotene Gruppen, wie das „Freie Netz Süd“ (FNS) aus Bayern. Personen aus dem Umfeld des „Freien Netz Süd“ verübten über Jahre hinweg mehrere Anschläge auf Menschen, welche nicht in ihr faschistisches Weltbild passten. Bei den Hausdurchsuchungen wurden auch Handfeuerwaffen, Gewehre und Handgranaten gefunden. Viele dieser Leute sind noch heute beim III. Weg aktiv. Im Zuge des derzeitigen Rechtsruck wächst die Organisation erneut Sie geben sich zwar seriöserals in vergangenen Organisationsmodellen, verfolgen aber immer noch das gleiche menschenverachtende Weltbild. Sie schrecken auch jetzt nicht davor zurück Gewalt anzuwenden.

Was tut der III. Weg?

Die III. Weg nutzt den gesellschaftlichen Rechtsruck, um Menschen für sich zu gewinnen. Sie greifen unsere alltäglichen Sorgen und Ängste auf – die sich durch die Inflation und wirtschaftliche Krise weiter verstärken – und inszenieren sich als die konsequenteste Opposition gegen die herrschenden Zustände.
Die Partei orientiert sich dabei deutlich an Traditionen des deutschen Faschismus. Wie in den 1930ern greifen sie Themen auf, welche die Bevölkerung beschäftigen und stellen sich als revolutionäre Alternative dar.
Eine tatsächliche Lösung bietet der „III. Weg“ aber nicht. Anstatt den Kapitalismus und fehlende Soziale Hilfen und Angebote als Ursache für unsere Probleme zu benennen, hetzen sie gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, Queers und Linke.
Sie vertreten den Faschismus, also ein System in welchem die große Mehrheit der Menschen mit mörderischer Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg konfrontiert ist.

Zusammenhalten gegen Nazis

Alles was der III. Weg fordert, soll nur dem gesunden Deutschen zukommen, dessen Frau den Haushalt und die Kinder versorgt. In ihrem Weltbild sind Frauen dem Mann untergeordnet. Das ist genau die Ideologie, aus der heraus patriarchale Unterdrückung und sexualisierte Gewalt entsteht. Ihr tödlicher Rassismus bedroht viele Menschen und spaltet die Lohnabhängigen.

Lassen wir das nicht zu! Wenn wir eine bessere Gesellschaft und ein sicheres Leben wollen, geht das nur indem wir zusammenhalten und solidarisch miteinander umgehen.

Was tun?

Gegen den Rechtsruck und das Erstarken von Faschist:innen könne wir uns am besten schützen, indem wir klare Kante gegen Rechts zeigen und ihre Hetze nicht stillschweigend hinnehmen:

– Entfernt Plakate, Sticker oder andere stadtbildprägende Symboliken von rechts.
– Meldet rechte und faschistische Aktivitäten im Viertel, wenn sie euch auffallen gerne bei uns oder dem aida-archiv München.
– Organisiert euch in der Nachbarschaft selbst oder kommt gerne bei uns vorbei.

Wir sind der Antifaschistische Stammtisch München, ein offenes Treffen für alle, die gegen Rechts aktiv werden wollen. Gemeinsam diskutieren wir, bilden wir uns und entwickeln Aktionen gegen Rechts. Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag im Barrio Olga Benario (Schlierseestraße 21, Giesing) Kommt gerne vorbei und lernen wir uns kennen.