Grenzen auf – Solidaritätsaktion an der Staatskanzlei

Heute am Montag, dem 29.03.2021, haben wir gemeinsam mit Aktivist*innen vom “Offenen Antikapitalistischen Klimatreffen” eine Aktion gemacht, um auf die menschenunwürdige Geflüchtetenpolitik der BRD hinzuweisen. Wir breiteten Wurfzelte mit Parolen darauf  aus und verteilten Schilder rund um die Staatskanzlei. Auf der Treppe zum Eingang in die Staatskanzlei versammelten wir uns, um dann symbolisch die Fluchtursachen an Hand fiktiver Personen darzustellen. Systematisch werden in Europa und insbesondere in Deutschland Fluchtursachen nicht anerkannt oder trotz gesetzlicher Legitimierung ignoriert und das Asyl abgelehnt.

Die Menschen, die nach Deutschland fliehen, sind betroffen von der mörderischen Abschottungspolitik der EU, an der die Bundesregierung und die Entscheidungsträger*innen auf Landesebene maßgeblich beteiligt sind. Die Abschottungspolitik hat dabei wenig mit politischem Versagen zu tun – im Gegenteil – sie wurde über Jahre vorangetrieben und ist politisch gewollt. Das Leben der Mehrheit der Weltbevölkerung, vor allem im globalen Süden, ist geprägt von Armut, Krieg und Umweltzerstörung. Dabei sind es imperialistische Staaten wie Deutschland die diese Zustände erzeugen und befeuern, weil die Profite deutscher Konzerne davon abhängig sind, billige Arbeitskräfte und günstige Ressourcen aus Ländern des globalen Südens zu beziehen. Und die weltweiten Widersprüche zwischen Süd und Nord verschärfen sich zunehmend immer mehr. Mittlerweile ebenso weit, dass die EU – um diese Widersprüche und Ungleichheiten aufrecht erhalten zu können, ihre Außengrenzen mit Waffengewalt sichert. Wir sagen, ein System das Profite über Menschenleben stellt, das tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt und das ständigen Krieg erzeugt, können wir nicht akzeptieren, wir müssen es bekämpfen. Denn wenn es um Meschenleben geht, gibt es keine faulen Kompromisse. Wir fordern stattdessen eine Welt in der jeder und jede sich frei bewegen und entfalten kann, wie er oder sie möchte in der wir selbst entscheiden können was wo und wiviel produziert wird. Damit niemand mehr vor Krieg, Armut oder Umweltzerstörung fliehen muss, außer die, die davon profitieren.
Bei unserer Aktion erhielten wir Beifall von Passant*innen und einige klatschten nach unseren Redebeiträgen. 
Grenzen auf überall – Stacheldraht zu Altmetall

Protest gegen Antifeminist*innen am 25. März 2021

Letzten Donnerstag waren wir erneut auf der Straße, um uns den Fundamentalist*innen in den Weg zu stellen. Wir machten in dem Viertel, durch das sie zogen mit symbolischen Kleiderbügeln und Schildern darauf aufmerksam. Wir schirmten eine Klinik ab, die Schwangerschaftsabbrüche durchführt, an der die Abtreibungsgegner*innen vorbei kamen. Wir folgten dem Aufzug der Fundis, machten ihnen Dampf und zeigten lautstark, dass wir ihre Wertvorstellungen von “Lebensschutz” zum Teufel jagen.


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Solidarität mit Dennis Uzon

ZUGTREFFPUNKT: 30.03.2021, 11:45 Uhr, HBF München.

Im Sommer letzten Jahres hatte der Genosse Dennis Uzon aus der Linkspartei, in Altötting mit weiteren Antifaschist*innen an einer Kundgebung von ”Fridays gegen Altersarmut” teilgenommen. Es sollte gegen Altersarmut demonstriert werden, aber die Genoss*innen hatten auch unsere Plakate zum Thema ”Keine Alternative – Die AfD ist unsozial” dabei. Damit wurde der Einfluss der AfD auf ”Fridays gegen Altersarmut” thematisiert. Diese versuchten wieder mal, ein berechtigtes Anliegen für ihre rechte Propaganda zu missbrauchen.

Aufgrund der Leitung einer vermeintlichen Gegendemonstration, die nicht angemeldet wurde, sollte Dennis ein Bußgeld bezahlen. Er weigerte sich und nun soll darum ein Prozess geführt werden. Am Dienstag, den 30. März 2021 um 14 Uhr, findet die Hauptverhandlung am Amtsgericht Mühldorf statt.

Zeigen wir Solidarität mit Dennis Uzon. Antifaschistische und linke Stimmen sollen durch derartige Schikanen klein gehalten werden. Lassen wir das nicht zu!

Coronaleugner*innen in Giesing am 24. März

Wir haben heute, am 24.03.2021, gegen Coronaleugner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen am Giesinger Bahnhof protestiert.

Der klägliche Haufen (es waren ca. 10 Leute) war sichtlich überfordert und genervt von unserem lautstarken Gegenprotest und wir ernteten Zuspruch von Passant*innen. Die Bullen zeigten einmal mehr auf welcher Seite sie stehen und wollten uns verbieten unser Megafon zu benutzen.

Kein Platz für Schwurbler*innen in Giesing und überall.

Bericht zur Solidaritätsdemonstration am 20. März in Stuttgart

Neben den Protesten gegen den “Marsch für das Leben”, fand an diesem Wochenende auch eine überregionale Demonstration unter dem Motto „Konsequent. Antifaschistisch. Solidarität bleibt notwendig – ob auf der Straße oder im Knast“ in Stuttgart statt. Aus München reisten ca. 20 Antifaschist*innen nach Stuttgart, um die Demonstration zu unterstützen.

Einen Bericht zu der Demo mit vielen Fotos findet ihr unter: https://notwendig.org

AfD-Wahlkampfauftakt gestört!

Am Montag den 15.03.2021 startete die AfD in München ihren
Bundestagswahlkampf.
Zu dem für Mittag angekündigten Infostand an der Münchner Freiheit
tauchten sie in alter Gewohnheit gar nicht erst auf. Ein AfD-Politiker,
der dann doch noch vorbeischaute, wurde kurzerhand verscheucht.
Am frühen Abend folgte dann der eigentliche Auftakt für den
Bundestagswahlkampf der Rechten. Nachdem das Kulturzentrum Trudering
ihnen den Raum für ihre Veranstaltung mit Stefan Brandner
(AfD-Bundestagsabgeordneter des rechten „Flügels) verwehrte, fand die
AfD im Veranstaltungsraum „Weitblick“ doch noch Unterschlupf. Etwa 40
Antifaschist*innen versammelten sich, und liefen mit einer kämpferischen
Sponti zur Location. Vor Ort nahmen sich die Demonstrant*innen
entschlossen den Raum zum Gegenprotest. Die Polizei versuchte dies
zuerst zu verhindern, musst ihn aber nach einer kurzen Rangelei dann
doch zulassen.


Anschließend wurde sich zum zweiten Mal an diesem Tag selbstbestimmt die
Straße genommen. Mit lautstarken Parolen und Pyrotechnik zogen einige
Antifaschist*innen durch die Innenstadt.
Die AfD kann sich sicher sein, es stehen ihnen ungemütliche Zeiten
bevor! Das war auch für uns erst der Auftakt – den rechten Wahlkampf
sabotieren!

Solidarität mit Dimitris Koufontinas

In München versammelten sich am Samstag, den 27.2.2021 versammelten sich mehrere Personen in Solidarität mit Dimitris Koufontinas vor dem griechischen Konsulat.
Dimitris Koufontinas, ehemals in der revolutionären Gruppe 17. November organisiert, ist seit 2003 in Haft. Aufgrund einer Gesetzesänderung in Griechenland, haben sich die Haftbedingungen für politische Gefangene in Griechenland verschärft. Er befindet sich seit dem 8.1.2021 im Hunger- und nun auch im Durststreik. Seit Mittwoch, den 24.2., wird er zwangsernährt. Neben unserem Redebeitrag und einem Redebeitrag der Roten Hilfe München wurden auch seine Statements aus dem Knast vorgetragen. Zudem wurde ein Spruchband beim Konsulat hinterlassen.
Denn auch wenn die staatlichen Institutionen versuchen unseren gemeinsamen Kampf gegen ihr menschenunwürdiges System durch gnadenlose Repression zu brechen, werden sie es nicht schaffen. Solidarität ist unser Waffe. Freiheit für Dimitris Koufontinas, Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit! Hoch die internationale Solidarität!

1 Jahr Hanau: Gedenkdemo

Ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag von Hanau waren wir heute mit ca. 1000 Antifaschist*innen auf der Straße.

Nach einem Grußwort der Initiative 19. Februar wurden das staatliche Versagen bei der Verhinderung und anschließender Aufklärung des Anschlags thematisiert. Außerdem auf die Notwendigkeit von antifaschistischer Organisierung und Selbstschutz hingewiesen. Unser Redebeitrag wird auf unserer Website gepostet.

Nach der Auftaktkundgebung ging es laut und kämpferisch durch das Westend, das Hauptbahnhofviertel und von ein wenig Feuerwerk begleitet zur Abschlusskundgebung auf dem Stachus.

Wir danken allen Menschen, die mit uns auf der Straße waren um den neun Ermordeten zu gedenken.

In Erinnerung an:

Kaloyan Velkov

Sedat Gürbüz

Fatih Saraçoğlu

Vili Viorel Păun

Mercedes Kierpacz

Gökhan Gültekin

Said Nesar Hashemi

Hamza Kurtović

Ferhat Unvar.

#Hanauistüberall 

 

Infostand der AfD im Münchner Osten abgeschirmt

Nachdem die AfD die letzten Monate hindurch zahlreiche Infostände
angemeldet hatte, aber keinen einzigen davon auch abhielt, sind sie
heute tatsächlich aufgetaucht. Einen Erfolg können sie damit aber nicht
verbuchen. Abgeschirmt von unserem antifaschistischen Gegenprotest blieb
ihr Infostand ein trauriger Anblick. Nicht einmal das Ausladen ihres
Infobusses trauten sie sich ohne Polizeischutz.

Eines könnt ihr euch sicher sein; es wird in München keine rechten
Demonstrationen, Kundgebungen, Veranstaltungen oder Infostände ohne
antifaschistischen Protest geben. Dem Rechtsruck entgegentreten!

Antifaschistischer Gedenkspaziergang zum Holocaustgedenktag

Am 27.01.1945 wurde Auschwitz von der Roten Armee befreit! Seit dem wird jedes Jahr an diesemTag den Opfern des Holocaust gedacht.
Anlässlich dieses Gedenktages organisierten wir einen Spaziergang zu ehemaligen Wohnorten von Menschen, die der Mordmaschinerie der Nazis zum Opfer fielen. Dabei bemühten wir uns, die Schicksale von Menschen mit verschiedensten Hintergründen zu beleuchten. So besuchten wir 11 ehemalige Wohnorte von 30 Personen, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens, ihrer Sexualität, ihrer Behinderung und/oder ihres Widerstands gegen die FaschistInnen, ermordet wurden. An den jeweiligen Adressen verlasen wir die Daten der Ermordeten sowie kurze Texte, die Ausschnitte aus ihrem Leben und den Grund, warum sie von den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet wurden, enthielten.
Bei den Personen für die bereits Stolpersteine verlegt waren, putzten wir diese. Bei den anderen stellten wir symbolisch Schilder auf.
An allen Häusern hinterließen wir die Texte zu den Personen, Kerzen und Blumen.
Anschließend endete der Spaziergang am Platz der Opfer des Nationalsozialismus,wo wir mit einer Rede und einer Schweigeminute den über 13 Millionen Ermordeten, darunter alleine 6 Millionen Jüd*innen, gedachten. Abschließend legten wir auch hier Blumen nieder und zündete eine Kerze an.
Hier unser Redebeitrag:
Wir sind heute durch München gezogen und haben an verschiedenen Stellen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen und Eigenschaften gedacht.
Menschen, die zum Teil nicht viel gemeinsam hatten, außer dass sie nicht in das wirre und nicht weniger grausame Weltbild der FaschistInnen passten und/oder aktiv Widerstand leisteten.
Menschen die systematisch gedemütigt, verschleppt, eingesperrt, gefoltert und ermordet wurden. 
Wie viele Menschen insgesamt Opfer des Holocausts geworden sind, lässt sich nur schwer schätzen. Die SS und Angehörige der Wehrmacht haben im Zuge der Vernichtungskriege mehr als 13 Millionen Zivilist*innen ermordet. Mehr als sechs Millionen der Getöteten waren Menschen jüdischen Glaubens. Bei dieser Zahl sind die Toten durch die eigentlichen Kriegshandlungen wie etwa die Bombardierung von Städten nicht mitgezählt.
Dieses System des Grauens und der völligen Barbarei kann und darf nichts anderes als ein historisches Mahnmal für alle darauffolgenden Generation sein und bleiben.
Wenn heute Faschist*innen maschieren und ein neues Reich beschwören; wenn sie in den Parlamenten die immer gleiche Hetze gegen alle jene verbreiten, die eh schon jetzt ausgegrenzt und an den Rand der Gesellschaft getrieben werden; wenn Nazis morden und gezielt Jagd auf Menschen machen, wie in Halle oder Hanau, dann zeigt sich immer mehr, dass der alte Geist noch lange nicht fort ist und warum Antifaschismus notwendig ist und bleibt.  Solange wir in einem System leben, dass regelmäßig Krisen hervorbringt, wird es immer die Gefahr geben, dass die Bestie des Faschismus wiederkehrt.  
Erinnern heißt Kämpfen. Kämpfen für eine Welt in der der Faschismus mit all seinen Wurzeln beseitigt ist. Für ein System, dass nicht einen permanenten Nährboden für diese Pest bereithält.
So kann man es wohl nicht besserausdrücken als es die Antifaschistinnen aus dem KZ Buchenwald nach ihrer Befreiung geschworen haben:
Wir führten in vielen Sprachen den gleichen harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf, und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Noch wehen Hitlerfahnen! Noch leben die Mörder unserer Kameraden! Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum!
Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:
Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel