
Antifa Stammtisch Plenum am 03. März


Am 8. März 2026 finden in Bayern – und damit auch in München – Kommunalwahlen statt. Hier werden Bürgermeister:innen und Stadtrat gewählt. Diese Entscheidungsträger:innen beeinflussen die Verwaltung unserer Stadt – von Wohnraum über Bildung, soziale und gesundheitliche Versorgung bis hin zu öffentlichen Sicherheit, Infrastruktur und Kulturangeboten.
In ihrer Wahlpropaganda versprechen alle Parteien für uns – die Stadtbevölkerung und Arbeitnehmer:innen – Verbesserungen. Aber ihre Taten zeigen anderes: immer härtere Sparmaßnahmen auf unserem Rücken.
Die Auswirkungen sind schon jetzt massiv: München ist unbezahlbar – Wohnraum und Freizeitgestaltung sind Luxusgüter. Bildung und gesundheitliche Versorgung sind oft an den Geldbeutel geknüpft. Soziale Hilfen gibt es wenig, und wenn, dann nur mit ewig langer Wartezeit und bürokratischen Hürden. Für viele ist der Zugang zu Hilfen gar nicht erst möglich. Ohne Geld in der Tasche kommt man nicht weit.
Das wird nicht besser, wie die aktuelle Haushaltsplanung der Stadt München zeigt: Allein im Kulturbereich werden weitere 18 Millionen Euro gekürzt. Im Sozialbereich sogar 44 Millionen Euro. 1150 Stellen der Stadtverwaltung sind komplett gestrichen. Als Ursache für die Haushaltskrise werden die Personalkosten der Stadt benannt – ein Hohn, wenn man bedenkt, wer die Stadt am Laufen hält!
Leiden tun wir – die arbeitnehmende Klasse – wie auch die Schwächsten im System.
Die Hilfen für Geflüchtete sollen nach aktuellen Überlegungen sogar komplett eingefroren werden.
Doch warum ist das so? Der Kapitalismus in der Krise!
Kommunalpolitik funktioniert nicht im luftleeren Raum. Wie der gesamte bürgerliche Parlamentarismus in der BRD, ist auch die Kommunalpolitik an die kapitalistische Gesellschaftsordnung, in der wir leben, gebunden. Sie baut darauf auf, dass die wenigen Reichen immer reicher werden, während die Arbeitenden bis hin zum Maximum ausgebeutet werden. Und für jede – vom Kapitalismus selbst verursachte – Krise müssen wir den Gürtel enger schnallen, nie die Reichen. Jede Entlassungswelle, jeder Lohnverzicht, siehe Kürzungen in sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Bereichen sind Umverteilungen von unten nach oben. Gleichzeitig steigen die Vermögen der Reichsten weiter. Dass wir alle im gleichen Boot sitzen, ist eine Lüge!
Was folgt: Militarisierung, Überwachung und Rassismus
Stattdessen setzt die Politik auf Militarisierung und Überwachungnach innen und außen, um uns und die Ausgestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens leichter kontrollieren zu können. Kameras überall, vermehrte Fahrkartenkontrollen und mehr Polizei und Sicherheitsdienste. Dabei wären die meisten dieser „Vergehen“ verhinderbar, wenn sich die Menschen das Leben leisten könnten, wenn der ÖPNV kostenlos wäre und soziale Angebote Jugendlichen eine Perspektive bieten. Aber das scheint nicht der Plan der Politik zu sein, und deshalb müssen sie uns stärker überwachen und unterdrücken, damit wir nicht aufmucken.
Durch das Propagieren rassistischer und stigmatisierender Vorurteile treibt die Politik die Spaltung unserer Klasse gezielt voran. Bürgergeldempfänger:innen wird Faulheit vorgeworfen, Krankheitstage als vermeintliches „Urlaub nehmen“ deklariert und Geflüchtete als „Migrationstourist:innen“.
Warum? Weil wer gegeneinander schießt, keine Gemeinsamkeiten erkennen kann und sich nicht zusammenschließen wird, um sich als vereinte Masse gegen die Ungerechtigkeiten des Systems zu wehren.
Der Sozialabbau, die Militarisierung und Überwachung und der Rassismus und die Stigmatisierung einzelner Personengruppen sind strukturelle Antworten eines Systems, das seine Krise auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung austrägt und verhindern will, dass wir uns dagegen zusammenschließen, um uns gegen die Zustände zu wehren.
Die Rechten sind keine Alternative!
Im Fahrwasser dieser Entwicklung profitieren die Rechten und Faschist:innen. Sie nutzen die soziale Unsicherheit, das Versagen des Staates und die Politik der Spaltung durch Sozialdemokratie und Co, um Stimmen und Anhänger:innen zu fangen. Indem sie die Probleme, die dieses System und die regierenden Parteien verursachen, auf Dinge wie die Migrantion abwälzen und ganze Menschengruppen – Menschen mit Migrationshintergrund, queere Menschen, Linke – als Feindbild darstellen.
Was vor wenigen Jahren noch als offen faschistisch galt, wird heute wieder akzeptiert – im Parlament, am Stammtisch, in sozialen Medien und auf der Straße. Eine Stimmung im Land, der Taten folgen: Rassistische Übergriffe, Hetze und organisierte rechte Mobilisierungen steigen rasant an.
Die „AfD“ als reaktionärste der etablierten Parlamentsparteien nimmt hierbei eine besonders wichtige Rolle für sie ein. Sie ist ein Sammelbecken vieler Faschist:innen und Rechten und bewegt sich zwischen rechtspopulistischer und faschistischer Politik und gewinnt in der Zeiten der kapitalistischen Krise immer mehr an Aufwind. Dass die anderen Parteien selbst immer mehr mit Rassismus und Ausgrenzung glänzen, tut den Wahlerfolgen der „AfD“ keinen Abbruch.
Denn um zu wachsen, inszeniert sich die „AfD“ als einzige Partei, die für das „einfache Volk“ einsteht, um gegen die aktuellen Umstände etwas zu tun. Doch Grundlage davon sind reines Lügen: Hinter der Fassade einer „Kümmererpartei“ verfolgt die AfD ebenfalls eine Politik, die in keinem Fall die Interessen der arbeitenden Mehrheit stützt, sondern, wie die anderen Parteien auch, die bestehenden Besitz- und Machtverhältnisse schützt. Sie spricht von „Volksnähe“, stimmt aber stets gegen jeglichen Vorschlag, der Armut lindern, Arbeiter:innenrechte schützen oder Mieten begrenzen würde. Sie behauptet, gegen das Establishment zu kämpfen, steht aber Seite an Seite mit jenen Kräften, die von niedrigen Löhnen, militärischer Aufrüstung, Arbeitsverdichtung, Privatisierungen und Sozialabbau profitieren.
Was nun?
Lassen wir uns nicht durch die rassistischen und nationalistischen Parolen gegeneinander ausspielen. Unsere gemeinsamen Probleme, wie steigende Preise, Wohnungsnot, und Sparpolitik lassen sich nicht durch Ausgrenzung und Hetze lösen. Wer nach oben nur immer „Ja“ sagt und nach unten tritt, ist ohne Rückgrat und Stolz. Wer hofft, dass es einem selber besser geht, nur weil es anderen schlechter geht, wird bald feststellen, dass der Schuss nach hinten losgeht. Nicht zwischen „Deutschen“ und „Nicht-Deutschen“, sondern zwischen Arm und Reich – zwischen Kapitalist:innen und Arbeiter:innen – ist der Widerspruch.
Um tatsächliche Verbesserungen für uns alle zu erwirken zu können, reicht das einfache „Wählen gehen“ also nicht aus.Es reicht auch nicht, nur toleranter oder etwas bunter zu sein. Zwar macht es einen Unterschied, ob eine Partei an der Macht, die offene rassistische Hetze verbreitet, den Sozialabbau noch stärker vorantreibt und Rechte für queere Menschen und Frauen zurücknimmt. Aber auch eine scheinbar fortschrittliche Partei wird in diesem System gefangen bleiben und keine nachhaltigen Reformen durchführen können.
Nehmen wir es also selbst in die Hand und stehen für uns und unsere Interessen ein! Nehmen wir den Rechten den Wind aus den Segeln und über lassen ihnen nicht das Ruder.
Für mehr Klassenkampf von unten und eine solidarische Gesellschaft frei von Profiten und Ausgrenzung!
Kommt deshalb zu unseren nächsten Mobilisierungen und Treffen:
19. Februar: Gedenkdemonstration für die Ermordeten des rassistischen Terroranschlags in Hanau – 19 Uhr – Marienplatz
3. März: Unser nächstes Plenum. – 19 Uhr – Barrio Olga Benario (Schlierseestraße 21, München)
7. März: Gegen den Wahlkampfabschluss der AfD – Ort und Zeit folgen
Und am Wahltag mit uns und vielen anderen zum Internationalen Frauenkampftag auf die Straße.
8. März: Demonstration – 16 Uhr – Marienplatz
Hier findet ihr Plakatvorlagen, die ihr nutzen könnt, um im Stadtbild während des Wahlkampfes zu verschönern und den Text in Slights zum Reposten, sowie als Flyer, um ihn zum Beispiel in eurer Nachbarschaft zu verteilen:
Plakatvorlagen zum Drucken (A3):





Slights für SocialMedia:










Hier ist der Text als Flyer:
Vorderseite:

Rückseite:



Antifaschisitsche Strategie & Taktik auf dem Prüfstand – heute: Widersetzen
Wäre heute Bundestagswahl, wöre nach den meisten aktuellen Umfragen (bspw. INSA 10.01.2026) die AfD stärkste Kraft. Die Frage einer tatsächlichen Regierungsbeteiligung ist mehr eine Frage der Zeit als eine Frage der Möglichkeit. Der AfD ist es gelungen sich in großen Teilen unserer Klasse als Opposition zu den bestehenden Verhältnissen zu inszenieren. Die aktuelle Regierungspolitik der selbsternannten Mitte mit Klassenkampf von Oben, mit Sozialkürzungen inklusive klassenfeintlicher Rhetorik und Kriegsgeheul verstärkt dieses Schauspiel.
Es drängt sich also die Frage auf, wie wir die Zeit, die noch bleibt und mit unseren begrenzten Resourcen am besten nutzen, um den Rechtsruck wieder zurück zu drängen.
Widersetzen hat das für sich entschieden. Seit der Gründung des Aktionsbündnisses 2024 organisieren sie symbolische Massenproteste rund um große AfD-Parteitage. Beeindruckend viele Menschen beteiligen sich an den Aktionen. Die Aktivist:innen schaffen es einzelne Anreiserouten zu blockieren und Veranstaltungen zu verzögern. Aber selbst wenn es gelingt die Parteitage zu blockieren, reicht das aus die AfD und den Rechtsruck aufzuhalten? Oder geht es nicht schon längst um mehr?
Wir wollen uns einen Abend Zeit nehmen um gemeinsam über Ziele und Strategie von Widersetzen zu sprechen. Und zu überlegen, in welchem Verhältnis diese zu dem stehen, was wir in den aktuellen Zeiten als Ansatzpunkte im antifaschistischen Kampf für notwendig erachten.

Wir werden auch im Jahr 2026 konsequente antifaschistische Politik machen. Dafür wollen wir gut vorbereitet sein. Wir starten am 06.01.2026 um 10 Uhr mit einem Neujahresbasteln, zu dem Alle die wollen, ob schon aktiv oder gerade am aktiv werden, eigeladen sind!
Abends, um 19 Uhr, findet dann unser erstes Plenum in diesem Jahr statt.
Wenn ihr hier zum ersten mal kommen wollt, seid am besten schon um 18:30 Uhr da, um uns als Antifa-Stammtisch München besser kennen lernen zu können!
Die “AfD” will vom 14. bis 16. November 2025 in München-Obersendling eine bundesweite parteiinterne Tagung für ihre Schiedgerichte auf Bundes-und Landesebene abhalten. Das Grand Hotel Palladium in der Perchtinger Straße 12 in München- Sendling bietet ihnen hierfür den Raum.
Das ist ein Skandal!
Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, wofür die “AfD” als Partei steht: Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit. Zudem greifen sie soziale Erungenschaften, Arbeiter:innenrechte und Gewerkschaften und alles was Solidarität, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt, an.
Ihre Schiedsgerichte sind frei davon. Im Gegenteil: Schiedsgerichte sind der juristische Arm einer Partei und greifen dort ein, wo es nicht mehr nur, um politische Erwägungen, sondern um die Feststellung von Recht und Unrecht geht. Auf dieser Grundlage entscheiden sie zum Beispiel über Parteiausschlüsse oder Sanktionen gegenüber Mitgliedern. Sie haben damit direkten Einfluss auf die politische Agenda und Linie einer Partei.
Im Bezug auf die “AfD” und ihren immer stärker werdenden rechten bis offen faschistischen Kurs, werden in solchen Verfahren Personen, die offen rassistische, sexistische und antisemitische Hetze betreiben, von dem Gremium meist unterstützt und geschützt. Die vielleicht etwas kritischeren Stimmen werden in Folge davon aus der Partei gedrängt.
Es betrifft uns alle!
Wenn eine Partei wie die AfD ungestört ihre Netzwerke und Strategien festigt, stärkt das rechte Strukturen weit über die eigene Organisation hinaus.
Was heute als parteiinterne Tagung erscheint, ist Teil einer langfristigen Strategie: die Verschiebung gesellschaftlicher Grenzen dessen, was sagbar, denkbar und machbar ist.
Doch was tun?
Wer keinen Bock auf den Rechtsruck und seine reaktionärsten Auswucherungen hat, muss also aufstehen, und dagegen tun. Und das ist gar nicht so schwer.
Um sich zu organisieren, ist auch die “AfD” auf Infrastruktur angewiesen. BVersuchen wir sie ihnen zu nehmen! Beschwert euch beim Hotel und fordert es auf, die “AfD” herauszuwerfen.
Zeigen wir gemeinsam in Form einer Demonstration am 15.11.2025, unseren Protest. Kommt dafür am 15. November 2025 zur U-Bahnhalte-Stelle Forstenrieder Allee/ Ecke Züricher Straße.
Für ein solidarisches und weltoffenes Zusammenleben! Gegen die rechte Hetze und Politik der “AfD”
Weitere Infos und News zu den Protesten findet ihr hier auf unserer Website:
Wer sind wir:
Der Antifa Stammtisch München (ASM) ist offenes Treffen, zu dem alle eingeladen sind, die sich antifaschistisch engagieren wollen. Egal, wo ihr herkommt, wie alt ihr seid, oder ob ihr schon Erfahrung in antifaschistischer Arbeit habt. Alle zwei Wochen treffen wir uns dienstags im Barrio Olga Benario (Schlierseestraße 21, Giesing), um uns auszutauschen, zu vernetzen, zu bilden und gemeinsam Aktionen zu planen. Unser nächstes Plenum findet am 11.November 2025 um 19 Uhr statt.




Am Samstag, den 16.08., geht de Antifa Stmmtisch München bei voraussichtlich schönsten Wetter wandern!
Wir werden einen schönen Tag in der Natur geniesen und die Möglichkeit haben abseits von Plena und Aktionen miteinander ins Gespräch zu kommen und uns gegenseitig besser kennenzulernen. Egal ob seit Jahren oder erst bei einem Plenum dabeigewesen, kommt und bringt Freund:innen mit!
Infos:
Treffpunkt für die gemeinsame Anreise gibt es bei Anmeldung überzum Beispiel unsere Instagram DMs
Wir freuen uns auf euch!

