Sechs Jahre ist es her, dass neun Menschen in Hanau von einem Faschisten ermordet wurden. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov, sie alle wurden Opfer rechter Gewalt. Auch Ibrahim Akkuş, Überlebender des rechten Terroranschlags in Hanau, starb am 10. Januar diesen Jahres an den Folgen der Tat.
Auch dieses Jahr wollen wir deshalb wieder gemeinsam auf die Straße gehen, um gegen rechten Terror zu protestieren, denn Hanau war kein Einzelfall.
Während rechtes Gedankengut in unserer Gesellschaft immer mehr legitimiert wird, reproduziert die Regierung nach wie vor Rassismus, mit dem tagtäglich so viele Menschen direkt konfrontiert sind. Sei es durch Aussagen des Kanzlers über das sogenannte “Stadtbild”, Nachrichten in rechten Chatgruppen, oder racial Profiling bei der Polizei. Egal ob Hanau, OEZ oder Halle, auch Jahre danach müssen Betroffene dafür kämpfen, dass der Mord an ihren Familienmitgliedern, Freund:innen, oder Bekannten als Handeln mit rassistischem Motiv durch den Staat anerkannt wird.
Auch die Medien sind Teil des Problems. Das Handeln rechter Gesinnungstäter wird legitimiert oder sogar verschwiegen.
Dieses gezielte Wegschauen, sowie das Versagen des Staates machen rassistisch motivierte Taten erst möglich. Angehörige werden hierbei häufig mit ihrem Verlust alleine gelassen, während faschistische Täter:innen oft ohne eine angemessene Strafe davonkommen.
Deshalb fordern wir als antifaschistische Bewegung eine lückenlose Aufarbeitung der Taten und das Sichtbarmachen der Betroffenen von rassistischer Gewalt.
Wir können und wollen uns dafür nicht auf den Staat oder die Polizei verlassen, sondern müssen selbst für eine bessere Gesellschaft kämpfen, um Taten wie diese in Zukunft verhindern zu können. Wir wollen gemeinsam Raum für Erinnerungskultur schaffen und somit für die Personen weiterkämpfen, die es nun leider nicht mehr können. Lasst uns solidarisch, Seite an Seite für eine antirassistische Zukunft einstehen.
Kommt deshalb alle am 17.02.2026 um 19:00 Uhr ins Barrio Olga Benario (Schkierseestraße 21, München-Giesing), um gemeinsam die Doku: “Einzeltäter Teil 3” zusammen anzuschauen
Und kommt anschließend Alle am 19.02.2026 um 18 Uhr zum Marienplatz zu unserer kämpferischen Demo, mit anschließendem Gedenken an die Opfer von Hanau.



